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Wildtiermagazin
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11 überraschende Eigenschaften und Fähigkeiten über Rehe

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Unzählige Rehe leben in unseren Wäldern, aber die meisten Menschen sehr wenig über diese Wildtiere. Sehr selten bekommt man die scheuen Tiere zu sehen. Im Winter erkennt man meistens die Spuren im Schnee. Rehe sind überaus spannende Tiere mit vielen überraschenden Eigenschaften und Fähigkeiten. Wussten Sie, dass das Geweih der Rehböcke duftet oder das Rehe bellen können?

 

1.Männliche Rehe sind keine Hirsche

Seit Bambi, denken viele von uns, das Rehe weibliche Hirsche sind und männliche Rehkitze später zu Hirschen heranwachsen. Jedoch ist das nicht der Fall-Rehe und Hirsche sind zwei verschiedene Tierarten. Sie gehören zwar beide zur Familie der Hirsche, unterscheiden sich aber optisch und in ihrer Lebensweise voneinander. Ein viel kleineres und leichteres Geweih haben Rehböcke als männliche Hirsche und werden auch nicht so groß wie sie.viele-rehe

2.Rehe sind Einzelgänger

Nur im Winter leben Rehe in Gruppen zusammen, ansonsten sind sie lieber allein unterwegs. Ältere Rehböcke und Ricken (weibliche Rehe) die ein Kitz geboren haben, sind eher Einzelgänger. Die Rehmütter tun dies vor allem, um ihre Jungen vor weibliche Artgenossen zu schützen.

3.Das Rehgeweih duftet

Duftdrüsen befinden sich an der Basis des Geweihs. Durch das Reiben an Bäumen markiert der Rehbock sein Revier und verbreitet seine ganz eigene Duftnote. Als Waffe dient das Geweih außerdem Rehböcke im Kampf mit Artgenossen. Ihr Geweih werfen sie jedes Jahr ab und sofort wächst ein neues nach.rehbock

4.Rehe tragen immer einen Spiegel bei sich

Keinen echten richtigen Spiegel natürlich – so wird der gelblich-weiß gefärbte Bereich am Hinterteil des Rehs genannt. In der Dämmerung ist der Spiegel sichtbar und leuchtet regelrecht. Zur Warnung dient er von Artgenossen bei Gefahr, sowie zur Unterscheidung der Geschlechter. Rehböcke haben einen nierenförmigen Spiegel, während er bei Ricken herzförmig ist.

5.Rehböcke rennen Ricken kilometerweit hinterher

Viele Kilometer verfolgen Rehböcke in der Brunftzeit die Ricken, um sich mit ihnen zu paaren. Wenn sich ein Rehbock den Ricken nähert, flüchten sie meistens. Der Rehbock keucht während der Verfolgung oft, was für die Tiere charakteristisch ist. Die Liebesjagd als Vorspiel endet meist mit der Paarung.

6.Das befruchtete Ei der Ricke macht Sommerpause

Nach der Befruchtung haben Rehe eine verlängerte Keimruhe. Zwar wird das Ei im Juli bei erfolgreicher Paarung befruchtet, beginnt aber erst Ende November zu wachsen. Die Rehkitze werden dann im Mai geboren, wenn die Bedingungen für die Tierkinder, wie Temperatur und Nahrungsverfügbarkeit, besser sind als im Winter.

7.Rehe können bellen

Keineswegs sind Rehe lautlose Waldbewohner. Zwar bewegen sie sich leise, doch ihre Rufe sind gut zu hören. So werden die Tiere ihrer Artgenossen bei Gefahr gewarnt. Rehböcke bellen laut, während Ricken eher schrill fiepen.

8.Es gibt auch weiße Albino-Rehe

Es gibt sie zwar sehr selten, aber es gibt weiße Rehe. Eine Mutation des Erbguts verursacht meist die helle Fellfarbe bei Wildtieren.reh-albino

9.Rehmütter verstecken ihre Kitze im Gras

Ricken sorgen sich genau wie andere Tiermütter liebevoll um ihren Nachwuchs und tun alles, um ihn vormähdrescher Gefahren zu schützen. Rehkitze werden deshalb oft im hohen Gras versteckt. Die Ricken kommen mehrmals am Tag zu ihnen, um sie zu säugen und zu säubern. Leider sind Rehkitze im hohen Gras oftmals alles andere als sicher!!! Durch Mähdreschern werden jährlich Zehntausende verstümmelt und zerstückelt. Die Tiere können nicht schnell genug fliehen oder erstarren vor Schreck.rehkitz

10.Rehe sind unverzichtbar für den Wald

Für das Ökosystem sind Rehe unglaublich wichtig. Den Waldboden scharren die Rehböcke mit ihren Hufen auf, wodurch der Boden freigelegt wird und Pflanzensamen besser wachsen können. Einige Samen, wie von Birken, Kiefern oder Tannen, keimen nur auf diesen sogenannten Rohboden. Viele Vogelarten nutzen zudem das ausgefallene Winterfell der Rehe für den Bau ihres Nestes, und abgeworfene Geweihstangen sind durch den Kalzium- und Phosphorgehalt bei Nagetieren sehr begehrt.

11.Rehe sind am häufigsten von Jägern getöteten Tiere

In Deutschland wird kein anderes Wildtier so häufig von Jägern verfolgt und getötet, wie das Reh. In den Jagdjahren 2019/2020 wurden über 1,2 Millionen der scheuen Wildtiere getötet. Durch die Jagd macht das Rehe scheu und zwingt die Tiere, die sonst die Randzonen von Wäldern und Gebüschen bewohnten, tiefer in den Wald hineinzugehen. Sie ernähren sich dort von Blättern, Trieben, Knospen und Rinde.
Das ist der Forstwirtschaft aus Profitgründen ein Dorn im Auge. In einem natürlichen Wald gibt es keine Wildschäden. Die Jagd auf Tiere ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch sehr grausam. PETA setzt sich für ein Jagdverbot in Deutschland ein. Zahlreiche jagdfreie Regionen zeigen, das die Natur sich an erster Stelle selbst reguliert.reh-jagd

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