Der Maikäfer – gehört zu den hübschesten Käferarten

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Der Maikäfer = Lateinisch Melolontha melolontha

Zu den hübschesten Käfern gehört der Maikäfer. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Käfer als Schädlinge im Wald und auf den Feldern gefürchtet.

Fliegen die Maikäfer nur im Mai?

Ihre Hauptflugzeit ist jedes Jahr im Mai und dann kann man die kleinen Käfer beobachten.

Wie sehen Maikäfer aus?

Maikäfer sind Insekten und gehören zur Familie der Blatthornkäfer.blatthornkäfer
Überhaupt ist das eine der größten Insektenfamilie:
Etwa 20.000 verschiedene Käferarten gehören zu ihnen. Darunter befinden sich die größten der Welt die Goliath und Herkuleskäfer.
Die Blatthornkäfer werden deshalb so genannt, weil die Enden ihrer Fühler aus Blättchen bestehen, die wie Fächer gespalten sind.
Zwei bis drei Zentimeter werden die Maikäfer lang. Wie alle Insekten haben sie sechs Beine. Ganz typisch für Maikäfer sind ihre braunen Flügel, das schwarze Halsschild sowie das schwarzweiße Zickzackmuster an der Seite. Einige Maikäfer sind behaart.
Unter den beiden dicken, starren Deckflügeln liegen geschützt zwei dünne Hautflügel. Auffällig sind besonders die Fühler der Maikäfer.maikäfer-fliegen
Genau an ihnen lassen sich Männchen und Weibchen sehr leicht voneinander unterscheiden:
Die Fühler mit je sieben Blättchen haben die Maikäfer-Männchen, Weibchen besitzen nur sechs Blättchen, die außerdem deutlich kleiner sind. Was für uns die Nase ist, sind die Fühler für die Käfer: Auf ihnen sitzen die sogenannten Geruchs – Sensoren. Weil die Männchen größere Fühler haben, besitzen sie auch mehr davon als die Weibchen. 50.000 haben die Männchen, Weibchen nur ca. 8000.

Wo leben Maikäfer?

In ganz Mittel – und Nordeuropa und in den gemäßigten Klimazonen von Asien findet man die Maikäfer.
Vor allem in Laubwäldern kommen Maikäfer vor, weil die Blätter der Bäume ihre Nahrungsgrundlage ist.

Welche Maikäferarten gibt es?

Rund 220 verschiedene Blatthornkäfer leben bei uns. Es gibt neben dem bekannten Maikäfer noch zwei nah mit ihm verwandte Arten:
Den 2,2 bis 2,6 Zentimeter großen Waldmaikäfer, der mehr im Norden und Osten lebt und den nur selten vorkommenden Melolontha pectoralis, der in Südwestdeutschland zu Hause ist. Unterscheiden lassen sich die drei Maikäfer – Arten voneinander an dem letzten Segment ihres Hinterleibes, das dreieckig geformt und beim Feldmaikäfer schmaler und länger ist, als bei den beiden anderen Arten.

Wie alt werden Maikäfer?

Je nachdem, ob sie in einer wärmeren oder kühleren Regionen leben, dauert der Entwicklungszyklus der Maikäfer drei bis vier oder sogar fünf Jahre.
Das Leben der erwachsenen Käfer ist nur kurz, ca. vier bis sieben Wochen. Nach der Paarung sterben die Männchen, die Weibchen nach der Eiablage.

Wie leben Maikäfer?

Wie ihr Name schon sagt, ist die Hauptflugzeit der Mai. Früher waren Maikäfer gefürchtet, weil sie in großen Mengen auftraten.
Die Käfer und die Engerlinge, so werden die Larven der Maikäfer genannt, und einen gewaltigen Appetit haben, konnten sie große Schäden in den Wäldern und in der Landwirtschaft anrichten. Sie knabbern alle Pflanzenwurzeln ab, somit können Engerlinge ganze Gemüseäcker und Getreidefelder vernichten.
Ganze Bäume können erwachsene Tiere kahl fressen. Es gab früher richtige ,,Maikäferjahre“: 1911 wurden in einem Wald in der Rheinpfalz etwa 22 Millionen Käfer eingesammelt und getötet. Maikäfer brauchen drei bis fünf Jahre, bis sich aus dem Ei ein fertiger Käfer entwickelt, somit können sie alle drei bis vier Jahre häufiger vor. Alle 30 bis 45 Jahre etwa, kann es zu einer Massenvermehrung kommen.

Die Forscher konnten bisher noch nicht herausfinden, warum das so ist. Durch die moderne Landwirtschaft werden Gifte gegen Insekten verwendet und durch die Pflüge die Engerlinge beim Pflügen an die Erdoberfläche geholt und sterben. Deshalb kommen Maikäfer kaum noch in großen Mengen vor.
In kleinen Gebieten wie z.B. in der Oberrheinebene und in Thüringen wurden in den Jahren 1997 wieder 20 bis 80 Käfer pro Quadratmeter gezählt.
Eine interessante Flugtechnik haben die Maikäfer: Sie pressen zuerst über die Atemöffnung an der Körperseite in den Körper, sie pumpen sich richtig auf. Erst dann heben sie ab. Die harten Deckflügel dienen beim Flug als Tragflächen, die dünnen Hautflügel wirken wie Propeller.
Schnell sind die dicken Brummer aber nicht: Gerade mal acht Kilometer pro Stunde erreichen die Maikäfer. Andere Insekten schaffen über 50!!
Nur 45 bis 50 Mal pro Sekunde schlagen die Maikäfer mit ihren Flügeln, andere Insekten wie z.B. die Stechmücke dagegen bis zu 310 Mal.

Feinde des Maikäfers

Die Larven und Maikäfer werden vor allem von Krähen, Möwen, sowie Fledermäusen gefressen. Vor allen Engerlinge werden Maulwürfe, Igel Spitzmäuse und Wildschweine gefährlich. In den Jahren 1950 und 1970 wurden die Maikäfer intensiv vom Menschen bekämpft und fast ausgerottet.
Wo Maikäfer auftraten, wurden sie von Hubschraubern aus mit Insektengift besprüht. So hat man verhindert, dass sie sich massenhaft vermehren.

Wie vermehren sich Maikäfer?

Die Männchen sterben kurz nach der Paarung. Die Weibchen müssen noch neun bis 21 Tage fressen. Nach diesem Reifungsfraß sind die Eier fertig zur Ablage. In der Nähe eines Baumes gräbt das Weibchen mit den Vorderbeinen ein zehn bis 40 Zentimeter tiefes Loch in die Erde und legt dort zehn bis 30 ovale weiße Eier hinein. Das wird dann noch ein – oder zweimal wiederholt. Die Larven, die man bei allen Blatthornkäfer Engerlinge nennt, schlüpfen nach vier bis sechs Wochen. Sie besitzen eine harte Kopfkapsel und sind weiß bis gelblich gefärbt. Drei oder vier Jahre bleiben sie unter der Erde und ernähren sich von Pflanzenwurzeln.

Sie wachsen in dieser Zeit, häuten sich mehrmals, bis sie ca. fünf Zentimeter groß sind. In dem letzten Entwicklungsjahr im Sommer verpuppen sie sich und aus den Puppen schlüpfen dann im Herbst die fertigen Maikäfer. Noch bleiben sie vorerst im Boden, überwintern dort und kommen erst im nächsten Frühjahr an die Erdoberfläche gekrabbelt. Gegen Abend kommen sie meist raus aus der Erde und fliegen auf dunkle Silhouetten am Horizont zu.larven
Sie landen dabei automatisch auf den nächsten Laubbaum.

Was fressen Maikäfer?

Maikäfer sind reine Pflanzenfresser: vor allem Blätter von Laubbäumen wie z.B. Eichen, Buchen, Haselnuss, Ahorn, Weiden und Obstbäumen.
Auch vor Nadelbäumen wie den Lärchen machen sie nicht Halt. Die Engerlinge ernähren sich von den Pflanzenwurzeln.
Wenn Maikäfer in großer Zahl vorkommen, kann es auch sein, dass sie ganze Bäume kahl fressen.

 

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