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Vogelmagazin
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Papageien – so werden die bunten Vögel richtig gehalten

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Papageien sind so etwas wie die Stars unter den Käfigvögeln, denn sie können sich mit ihrem Besitzer unterhalten, sie sind zutraulich und sie sind wunderschön. Trotzdem sollte man einen Papagei nicht aus einer Laune heraus kaufen, denn ganz so einfach ist die Haltung dieser bunten lustigen Vögel leider nicht. Papageien können zudem ein sehr hohes Alter erreichen und werden nicht selten über 60 Jahre alt. Auch dieser Aspekt sollte berücksichtigt werden, bevor man sich einen Vogel anschafft.

Der richtige Käfig

Um Papageien richtig zu halten, brauchen sie auch den passenden Käfig und der darf nicht zu klein sein. Die Vögel müssen im Käfig ohne Probleme herumklettern können und wenn sie mit den Flügeln schlagen, dann dürfen sie dabei nicht an die Stäbe des Käfigs stoßen. Zudem sollte der Käfig einenbird- Rückzugort haben, an sie sich ausruhen können. Der Papageienkäfig sollte an einem hellen Platz stehen, aber nie direkt der Sonne ausgesetzt sein. Wichtig ist es, dass mindestens eine Seite des Käfigs zur Wand steht, denn dann fühlen sich Papageien sicher. Zigarettenqualm, Zugluft und eine ständige Beleuchtung sind Gift für die Vögel und wenn sie nicht mitten im turbulenten Familienleben ihren Platz finden, werden sie krank.

Wie sollte der Käfig ausgestattet sein?

Papageien sind sehr intelligente Vögel, die sich beschäftigen möchten. Entsprechend sollte das Angebot an Spielzeug im Käfig sein. Unterschiedlich dicke natürliche Äste sorgen für den richtigen Komfort und die Näpfe für Obst, Trockenfutter und Wasser sollten so aufgestellt werden, dass der Vogel sie immer gut erreichen kann. Für die Einstreu kommen Buchenspäne infrage, aber auch Papier oder Vogelsand. Bei Papier ist jedoch Vorsicht geboten, denn viele Vögel setzen sich gerne auf den Boden und nagen am Papier. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Käfig nicht zu voll ist, denn Papageien brauchen ihren Freiraum.

Was fressen Papageien gerne?

Ein Klassiker unter den Futtermitteln für den Papagei sind Sonnenblumenkerne, aber Tierärzte raten von diesem Futter ab. Sonnenblumenkerne haben einen Fettanteil von 80Prozent und das kann zu schweren Herzproblemen bei den bunten Vögeln führen, wenn es dauerhaft gefüttert wird. Eine qualitativ gute Futtermischung hat höchstens einen Anteil von 15Prozent Sonnenblumenkernen oder Kürbiskernen, der Rest sollte aus Kleinsaat bestehen. Bei Futtermischungen gibt es jedoch ein Problem, denn die Vögel picken sich gerne die Leckereien aus der Mischung und lassen den Rest einfach liegen. Wer das verhindern möchte, der sollte statt Körnerfutter lieber gepresstes Futter verwenden. Ein wichtiger Bestandteil des Papageienfutters ist Obst, denn Obst hat eine natürliche Süße, es ist nicht fett und für einen Papagei sehr schmackhaft. Äpfel fressen die Vögel ebenso gerne wie Birnen, Bananen, Beerenobst, Erdbeeren und auch Kirschen. Wer seinem Vogel eine Freude machen will, der sollte mit Möhren, Gurken oder Paprika für Abwechslung sorgen.

Niemals alleine halten

Papageienvögel sind Schwarmvögel, die in der Natur in einer großen Gemeinschaft leben. Daher sollte niemals ein Papagei alleine gehalten werden, zwei Vögel sollten es schon sein. Ein Mensch kann den Artgenossen nicht ersetzen und wenn der Papagei zahm werden soll, dann ist eine Paarhaltung immer vorteilhaft. Wenn ein Papagei sich einsam fühlt, dann kann er sehr schnell krank werden.parrots-Gemütskranke Tiere reißen sich die Federn aus, sie reagieren zunehmend aggressiv dem Menschen gegenüber und bedingt durch die Langweile, bekommen sie psychische Defekte. Wer ein Papageienpärchen kaufen möchte, der sollte darauf achten, dass es sich nicht um einen sogenannten Wildfang handeln, denn heute sind viele Arten vom Aussterben bedroht. Besser ist es, mit einem guten Züchter zu sprechen und sich dort die Vögel auszusuchen. Ein Papagei hat das Talent zum Alleinunterhalter, der mitunter auch sehr laut sein kann. Wer sich einen dieser schönen Vögel kaufen möchte, sollte vorher besser die Nachbarn fragen.

 

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