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Kleintiermagazin
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Chinchillas

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Sie werden als Hasenmäuse bezeichnet und gehören zu den südamerikanischen meerschweinchenverwandten Nagetieren. Sie haben dichtes sehr weiches grau-blaues Fell (als Pelz sehr begehrt) und leben in Höhen von 3000 m – 4000 m. Sie schlafen in Felsspalten. Wegen ihres Fells wurden sie fast ausgerottet. Chinchillas werden als Heimtiere immer beliebter, obwohl die ersten Zuchtversuche erst Mitte des 20. Jahrhunderts gelangen. Chinchillas sind nachtaktiv und KEINE Streichel oder Kuscheltiere. Eigentlich sind sie hell- bis dunkelgrau und am Bauch heller, aber durch die Zucht entstanden die Farben weiß, silber, schwarz, beige, braun und violett. Sie haben kurze Vorderbeine und lange Hinterbeine zum Springen. Die Größe beträgt 25 – 30 cm, der Schwanz ist noch einmal 15 cm – 20 cm lang. Es gibt zwei Arten, den Kurzschwanz- und Langschwanzchinchilla. 400 – 600 g ist das normale Gewicht. Sie werden bis zu 22 Jahren alt und sind schon mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif. Die Weibchen werden bis zu dreimal im Jahr schwanger. Nach 111 (+/- 2) Tagen werden ein- bis vier Jungen geboren. Seit neuestem wird die Wiedereinbürgerung von Chinchillas aus Farmbeständen versucht.

Futter & Pflege

Das Grundfutter besteht aus speziellen Chinchilla-Pellets, Heu und Wasser. Dieses Spezialfutter gibt es nur im Zoofachhandel. ACHTUNG: Von anderem Futter werden auf Dauer Leberschäden verursacht. Das Heu sollte sehr trocken sein. Gut geeignet ist Kaninchenheu. Das Trinkwasser muss täglich erneuert werden. Leitungswasser muss abgekocht werden. In Mineralwasser ist viel Calcium, das gut für die Knochen der Tiere ist. Das Wasser aber immer ohne Kohlensäure geben! Wer gehört hat, man soll Obstessig in das Wasser geben, vergisst es lieber gleich: Es ist zwar gut für die Darmflora und wirkt appetitanregend, führt aber auch ab. VORSICHT ist geboten! Gelegentlich kann man den Tieren auch Tee geben, aber das Hauptgetränk ist Wasser. Getrocknete Kräuter verbessern das Wohlbefinden, erhöhen die Aktivität der Niere und der Leber und helfen gegen Blähungen und Koliken. Ideal wäre jeden Abend 2-3 Teelöffel Kräutermischung. Als besonders lecker empfinden unsere Feinschmecker eine Kräutermischung, die Sie in der Apotheke oder im Reformhaus bestellen und mischen lassen können. Hierzu benötigen Sie Folgendes:

  • 125 g Kamille
  • 100 g Gänseblümchen
  • 100 g Rosenblüten
  • 75 g Löwenzahn
  • 50 g Brennnessel
  • 50 g Hagebutte
  • 50 g Salbei
  • 50 g Pfefferminze
  • 25 g Schafgarbe

Haltung von Chinchillas

Chinchillas sind spielfreudige Tiere. Also gilt: je größer der Käfig, desto besser für die Chinchillas. Der Käfig sollte möglichst höher sein als er breit ist, und er sollte mit Brettchen versehen sein, damit die Chinchillas dort hochspringen können. Die Maße des Käfigs sollten mindestens 90 x 75 x 40 cm sein (Länge, Höhe, Breite). Die Türen des Käfigs sollten  sorgfältig verriegelt sein, denn Chinchillas sind sehr clever und könnten einfach verriegelte Schlösser knacken. Chinchillas brauchen natürlich ein kleines Häuschen zum Unterschlüpfen. Das Häuschen sollte möglichst ziemlich weit oben stehen, am besten auf dem Holzbrett. Als Einstreu können Sie handelsübliche Kleintierstreu verwenden. Bitte vermeiden Sie Stroh, Katzenstreu oder Zeitungspapier, da diese Stoffe zum Tod des Tieres führen können. Da die Chinchillas eine empfindliche Verdauung haben und so gut wie alles annagen, sollten Sie Plastik im Käfig des Tieres vermeiden. Natürlich muss auch ein Sandbad für den Chinchilla zur Verfügung gestellt werden. Sie sollten keinen Vogelsand verwenden, da der Vogelsand das Fell der Chinchillas auf Dauer zerstört. Die ideale Raumtemperatur für Chinchillas liegt zwischen 15° C und 21° C. Wir raten dazu, dass man einen Chinchilla nicht allein lassen sollte also wäre es besser, wenn Sie zwei oder mehr Chinchillas halten. Sie sollten aber beachten, dass ein Pärchen sich gerne zusammen zurückzieht und ungestört bleiben möchte. Demnach sollte der Käfig dann auch größer sein. Zum Schluss ein Tipp: Wenn Sie geraucht, Kaffee getrunken, Zähne geputzt oder Alkohol getrunken haben, sollten Sie das Tier nicht aus unmittelbarer Nähe ansprechen, weil es dann angewidert zurückspringt und sich dann den Mund sauber reibt.

 

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