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Andere Tiere
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Sind Haustiere die besseren Psychologen?

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Wer Haustiere hat, der lebt gesünder, denn Tiere tun dem Menschen gut. Das leuchtet ein, denn wer jeden Tag bei Wind und Wetter mit einem Hund einen Spaziergang machen muss, der bleibt fit. Dass Tiere blinden und tauben Menschen als Begleiter eine große Hilfe sind, auch daran besteht kein Zweifel, aber können Haustiere tatsächlich einen Psychologen ersetzen? Forscher sagen ja, denn es gibt einige Studien, die die positiven Auswirkungen von Haustieren auf Menschen nachgewiesen haben. Zudem gibt es zahlreiche Beobachtungen und Befragungen, die sich zu naturwissenschaftlichen Forschungsansätzen entwickelt haben.

Hunde sind tierische Psychologen

Besonders bei Hunden gibt es eine Menge Indizien dafür, dass sie eine Wohltat für ihre Herrchen sind und das sowohl in körperlicher als auch in seelische Hinsicht. Eine Studie aus den USA hat nachgewiesen, dass schon 150 Minuten Bewegung an der frischen Luft in der Woche einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System haben. Zudem haben Menschen, die mit ihrem Hund regelmäßig lange Spaziergänge machen, ein deutlich stärkeres Immunsystem.

Durch einen Hund wird aber nicht nur die körperliche Gesundheit gestärkt, Hunde sind auch wunderbare Psychologen. Menschen, die alleine wohnen, fühlen sich nicht mehr einsam, denn durch den Hund finden sie schneller Anschluss und damit wird der Aufbau eines sozialen Umfelds erleichtert. Das gilt aber nicht nur für Hunde, auch Katzen können „Eisbrecher“ sein, sie führen Menschen zusammen, die ebenfalls Katzen lieben und sie sind in so manchem anonymen Hochhaus der Anlass für ein nettes Gespräch.

Helfer für Kranke und Senioren

Tiere sind auch deshalb gute Psychologen, weil sie Menschen das Gefühl vermitteln, gebraucht zu werden. Das ist vor allem für viele ältere Menschen sehr wichtig, die, wenn sie in Rente gehen und wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann kommt oftmals die Einsamkeit. Senioren, die einen Hund haben, werden gefordert, sie haben einen Ansprechpartner und es besteht die Möglichkeit, auf einem Spaziergang auf Hundefreunde zu treffen und Freundschaften zu schließen. Ähnlich effektiv wirken sich Haustiere auch auf kranke Menschen aus. In diesen Fällen können Hunde und Katzen dabei helfen, schneller wieder auf die Beine zu kommen, die Kranken werden motiviert und sie haben einen Grund, sich wieder aufs Leben zu freuen.

Haustiere als Tröster

Haustiere können bei Traurigkeit als Psychologen agieren und erzielen auch in diesen Situationen große Erfolge. Ein Forschungskreis hat eine Untersuchung gemacht, welche Funktion Hunde bei Kindern übernehmen können, deren Eltern sich scheiden lassen. Das Ergebnis der Untersuchung ist verblüffend. Hunde sind hier so etwas wie ein neutraler Dritter, die sich die Sorgen der Kinder anhören, ohne etwas zu erwidern. Hunde sind Tröster und Gesprächspartner zugleich, aber nicht nur Kinder empfinden das als sehr angenehm, auch erwachsene Menschen schätzen in traurigen Situationen ein Haustier als sehr angenehmen Ansprechpartner. Nicht nur das Gespräch hat eine wohltuende Wirkung, manchmal reicht es schon, das Tier nur zu streicheln.

So wichtig sind Hunde in Seniorenheimen

In vielen Seniorenheimen sind Hunde unverzichtbar geworden. Die sogenannten Therapiehunde besuchen die Bewohner im Heim, sie sind dort gern gesehene Gäste, besonders bei Menschen, die unter Demenz leiden. Hunde nehmen Menschen ohne jeden Vorbehalt an und das spüren auch die Senioren, die unter Alzheimer leiden. Nicht selten erinnern sich die Heimbewohner an ihre eigenen Haustiere und beginnen dann aus ihrem Leben zu erzählen.

Durch die Besuche der Therapiehunde wird die Motorik der Demenzkranken ebenfalls deutlich verbessert, zudem ist der Hund ein bewährtes Mittel gegen die Einsamkeit. Ärzte und Pflegepersonal sind immer wieder überrascht, wie gut Hunde als Psychologen „arbeiten“, sie zaubern ein Lächeln auf das Gesicht der Demenzkranken, die plötzlich wieder anfangen zu plaudern, sie lachen über die kleinen Kapriolen der vierbeinigen Helfer und sie freuen sich dann auch auf ein Wiedersehen mit den Therapiehunden.

 

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